Digitale Zahnmedizin und Digital Smile Design (DSD)
Entgegen einer verbreiteten Annahme ist Digital Smile Design keine Software und kein Programm, sondern ein Prozess, bei dem digitale Technologien in der Zahnmedizin genutzt werden, um ein neues Lächeln zu gestalten.
1. DSD ist die neueste Technologie in der ästhetischen Zahnmedizin
Ein verlorenes Lächeln wiederherzustellen oder mithilfe der Technologie ein Lächeln zu schaffen, das ein Mensch zuvor nie hatte, ist die jüngste Errungenschaft der Zahnmedizin. Diese Methode wurde nach 2015 erfolgreich, als digitale Abformgeräte den gesamten Mund fehlerfrei erfassen konnten.
2. DSD unterscheidet sich vollständig von herkömmlichen analogen Abformverfahren
DSD ist ein Protokoll. Es erfordert einen in diesem Bereich speziell geschulten Zahnarzt und einen ausgebildeten Zahntechniker, der mit digitalen Systemen arbeiten kann. Der gesamte Prozess der Vorbereitung und Herstellung der Zähne unterscheidet sich vollständig von herkömmlichen analogen Abformverfahren.
3. DSD ist gegenüber analogen Verfahren eine fehlerfreie und schnelle Technik
Im Vergleich zu analogen Gipsmodellen ermöglicht DSD eine fehlerfreie Abformung und intraorale Positionierung. Da Kronen und Vorentwürfe genau an die Zähne angepasst werden können, wird ein ästhetisch erfolgreiches Ergebnis in einem einzigen Anlauf erzielt. Die bei älteren Verfahren wochenlangen Einproben entfallen; nach der Präparation der Zähne ist die Behandlung innerhalb von drei bis fünf Tagen abgeschlossen.
4. Das DSD-Design beseitigt menschliche Fehler
Das Design wird schnell und vollständig am Computer erstellt. Zahnformen und Morphologie aus der Datenbank werden entsprechend den Gesichtszügen und Erwartungen des Patienten ausgewählt. Die Positionierung anhand der Abformung ermöglicht eine ideale Symmetrie auf einem Niveau, das von Hand nicht erreichbar ist. Aus einem Block gefräste Zähne entsprechen exakt dem Entwurf; Fehler früherer Gipsmodelle und Unregelmäßigkeiten bei der zahntechnischen Modellation werden dadurch vollständig beseitigt.
Der Ablauf umfasst folgende Schritte:
Vor jedem Eingriff an den Zähnen werden digitale Fotos von Gesicht und Mund aufgenommen und mit modernen Scannern digitale Abformungen erstellt.
Fotos und Abformungen werden mit spezieller Software analysiert. Am Computer werden die vorgesehenen Zahnpositionen und Zahnformen festgelegt und das Design erstellt.
Der aus den Vorarbeiten hervorgegangene Entwurf wird mit einem 3D-Drucker hergestellt.
Das entstandene Design, das sogenannte Mock-up, wird mit einem Übertragungsschlüssel in den Mund übertragen. Nach den erforderlichen Anpassungen wird sein Erscheinungsbild im Mund und im Gesicht überprüft.
Nach Abschluss des Designs werden die Zähne mit CAD/CAM-Geräten aus einem Block des ausgewählten Materials robotergestützt gefräst, ohne manuelle Formgebung, und anschließend fertiggestellt.
Das DSD-Protokoll überlässt nichts dem Zufall. Nicht nur unregelmäßige Zahnformen, sondern auch die Positionen und Proportionen der Zähne im Mund werden perfekt korrigiert. So wird das Lächeln neu gestaltet und verändert.
Beurteilungsbereiche
Öffnen Sie ein Thema, um Informationen zur Planung und verfügbare Patientenbeispiele anzusehen. Der geeignete Ansatz richtet sich nach der klinischen Untersuchung.
01Ästhetische Zirkonoxid-Restaurationen
Die häufig als Zirkon bezeichneten Restaurationen werden aus Zirkonoxidkeramik hergestellt. Sie können als Einzelkrone oder in geeigneten Fällen als Brücke verwendet werden. Die Materialwahl erfolgt nicht nur zur Veränderung der Zahnfarbe; vorhandener Substanzverlust, frühere Restaurationen, Biss und Zahnposition werden gemeinsam beurteilt. Ob ein gesunder Zahn eine Krone benötigt, wird zusammen mit schonenderen Alternativen geprüft.
Wenn wegen Zahnfarbe, Form oder Festigkeit eine Restauration erforderlich ist, gehört Zirkonoxid zu den möglichen Materialien. Lichtdurchlässigkeit und Festigkeit sind nicht bei allen Zirkonoxidmaterialien gleich. Deshalb können sich Material und Design für Front- und Seitenzähne unterscheiden.
Heute werden einteilige ästhetische monolithische Zirkonoxidrestaurationen ohne zusätzliche Keramikverblendung bevorzugt. Ihre Vorteile sind das Ausbleiben von Farbveränderungen im Laufe der Zeit und vor allem von Keramikfrakturen. Im Frontzahnbereich werden ästhetische Zirkonoxidmaterialien der Klasse 5 mit hoher Lichtdurchlässigkeit bevorzugt.
Bei der Planung wird festgelegt, wie viel Zahnsubstanz für die Präparation entfernt werden muss, und eine geeignete Abformung erstellt. Nach Design und Herstellung werden im Mund Randpassung, Nachbarkontakte, Farbe und Biss kontrolliert. Bei Bedarf erfolgen Anpassungen oder Einproben. Eine Zahnpräparation ist nicht rückgängig zu machen; deshalb wird die Entscheidung unter dem Gesichtspunkt des Substanzerhalts getroffen.
Vorher und nachher
01 / 04Ästhetische Zirkonoxid-Restauration: Patientenbeispiel. Behandlung und Ergebnisse sind individuell unterschiedlich. Die Ergebnisse chirurgischer oder interventioneller Maßnahmen variieren von Person zu Person. Lassen Sie sich vor einem Eingriff ausführlich von Ihrem Behandler beraten.
02Zahnlücken
Zahnlücken können mit der Zahngröße und der Kieferstruktur zusammenhängen, aber auch mit fehlenden Zähnen, der Zahnstellung oder Veränderungen der Zahnfleischgesundheit. Nicht jede Lücke bedeutet eine Erkrankung. Besonders wenn Lücken neu auftreten oder größer werden, sollte zunächst ihre Ursache beurteilt werden. Das bloße Schließen der Lücke löst das zugrunde liegende Problem möglicherweise nicht.
Bei der Behandlungsplanung werden die Breite der Lücke, die Zahnproportionen, der Zusammenbiss und die Erwartungen der Person gemeinsam berücksichtigt. Wenn die Zähne umgestellt werden müssen, kann eine kieferorthopädische Behandlung in Betracht kommen. In geeigneten Fällen lässt sich die Situation mit digital geplanten ästhetischen Kronen in kurzer Zeit lösen. Das Zahnvolumen kann durch ästhetische Kronen auf die anderen Zähne verteilt werden, sodass die Lücken ausgewogen geschlossen werden können.
Die geplante Veränderung kann anhand von Fotografien und Abformungen oder Scans untersucht werden. In geeigneten Fällen können die neuen Zahnproportionen mithilfe einer vorläufigen Vorschau oder eines Modells beurteilt werden. Anschließend erfolgt die Behandlung entsprechend dem gewählten Verfahren. Bei restaurativen Maßnahmen wird die verbleibende Zahnsubstanz berücksichtigt.
Die Faktoren, die ein erneutes Entstehen von Lücken beeinflussen, unterscheiden sich je nach gewählter Behandlung. Nach einer kieferorthopädischen Behandlung kann eine Retention erforderlich sein; bei Restaurationen werden der Randschluss und das umgebende Gewebe kontrolliert. Die Entscheidung wird daher nicht allein anhand des Vorher-Nachher-Aussehens getroffen; die Untersuchung im Mund und die langfristige Pflege werden gemeinsam geplant.
Vorher und nachher
01 / 03Zahnlücken: Patientenbeispiel. Behandlung und Ergebnisse sind individuell unterschiedlich. Die Ergebnisse chirurgischer oder interventioneller Maßnahmen variieren von Person zu Person. Lassen Sie sich vor einem Eingriff ausführlich von Ihrem Behandler beraten.
03Zahnengstand
Zahnengstand kann entstehen, wenn die Zähne im Kiefer nicht ausreichend Platz haben oder unterschiedlich positioniert sind. Zähne können gedreht, überlappend oder nach vorne beziehungsweise hinten versetzt erscheinen. Die Beurteilung beschränkt sich nicht auf das Aussehen der Frontzähne; auch der Zusammenbiss der oberen und unteren Zähne, die Kieferbeziehungen, die Zahnfleischgesundheit und die Möglichkeit zur Reinigung werden untersucht.
Die Behandlung zur Veränderung der Zahnstellung ist die Kieferorthopädie. Festsitzende Apparaturen oder in geeigneten Fällen transparente Aligner können eingesetzt werden. Welches Verfahren geeignet ist, hängt von der Art der erforderlichen Bewegungen und dem Gewebe ab, das die Zähne stützt. In manchen Situationen können zusätzliche Maßnahmen zur Platzgewinnung erforderlich sein. Digitales Design hilft dabei, die aktuelle Stellung und mögliche Veränderungen zu beurteilen; allein bewegt es keine Zähne.
In geeigneten Fällen lässt sich die Situation mit digital geplanten ästhetischen Kronen in kurzer Zeit lösen. Das Zahnvolumen kann durch ästhetische Kronen auf die anderen Zähne verteilt werden.
Vorher und nachher
01 / 02Zahnengstand: Patientenbeispiel. Behandlung und Ergebnisse sind individuell unterschiedlich. Die Ergebnisse chirurgischer oder interventioneller Maßnahmen variieren von Person zu Person. Lassen Sie sich vor einem Eingriff ausführlich von Ihrem Behandler beraten.
04Abgenutzte Zähne
Zahnabnutzung bezeichnet den Verlust von Zahnsubstanz im Laufe der Zeit. Pressen und Knirschen, säurehaltige Speisen und Getränke, in den Mund gelangende Magensäure und bestimmte Gewohnheiten können dazu beitragen. Mehrere Ursachen können gleichzeitig vorliegen. Da Ausmaß und Fortschreiten unterschiedlich sind, müssen zunächst Ursache und vorhandener Substanzverlust festgestellt werden.
Die Zähne können kürzer werden, unregelmäßige Schneidekanten oder abgeflachte Kauflächen zeigen und empfindlich werden. Nicht jede Abnutzung erfordert jedoch umfangreiche Restaurationen. Fotos, Abformungen und Untersuchungsbefunde können zur Verlaufskontrolle dienen. Bei Bedarf werden auch Ernährung, Zähnepressen und allgemeine gesundheitliche Faktoren beurteilt.
Mit CAD/CAM-Systemen gefertigte monolithische Zirkonoxidrestaurationen ohne Keramikverblendung sind härter als natürliche Zähne und können die Abnutzung vollständig stoppen.
Die Behandlung wird zusammen mit der Kontrolle verschleißfördernder Faktoren geplant. Bei begrenztem Substanzverlust sind Kompositanpassungen möglich; bei größeren Verlusten kommen etwa Onlays, Veneers oder Kronen infrage. Die Auswahl richtet sich nach verbleibender Zahnsubstanz und Biss. Wenn verlorene Zahnhöhe korrigiert werden muss, wird die Verträglichkeit der Veränderung mit dem Kausystem gesondert geprüft.
Eine Restauration beseitigt die Ursache der Abnutzung nicht automatisch. Bestehen Pressen oder Säureeinwirkung fort, können auch neue Restaurationen geschädigt werden. Bei Bedarf werden Schutzschienen, Gewohnheitsänderungen oder eine entsprechende ärztliche Untersuchung geplant. Bei Kontrollen werden Zähne und Restaurationen überwacht.
Vorher und nachher
01 / 02Abgenutzte Zähne: Patientenbeispiel. Behandlung und Ergebnisse sind individuell unterschiedlich. Die Ergebnisse chirurgischer oder interventioneller Maßnahmen variieren von Person zu Person. Lassen Sie sich vor einem Eingriff ausführlich von Ihrem Behandler beraten.
05Gummy Smile
Gummy Smile bezeichnet deutlich sichtbares Zahnfleisch beim Lächeln. Dieses Erscheinungsbild allein bedeutet keine Krankheit; natürliche Unterschiede zwischen Menschen sind üblich. Sichtbare Zahnlänge, Zahnfleischhöhe, Bewegung der Oberlippe und Kieferform können gemeinsam dazu beitragen. Deshalb erfolgt die Beurteilung nicht nur anhand der sichtbaren Zahnfleischmenge.
Übermäßige Bedeckung der Zahnoberfläche, Zahnfleischvergrößerung oder ausgeprägte Lippenbewegung können unterschiedliche Ansätze erfordern. Neben Fotos und intraoraler Untersuchung wird die Beziehung zwischen Zahnfleisch und darunterliegendem Knochen beurteilt. Manchmal sind kieferorthopädische oder kieferbezogene Untersuchungen notwendig. Eine richtige Planung setzt voraus, die verantwortlichen Gewebe zu identifizieren.
In geeigneten Fällen können eine Anpassung des Zahnfleischverlaufs oder eine klinische Kronenverlängerung erwogen werden. Bei einem Gummy Smile ist das alleinige Entfernen von Zahnfleisch nicht immer ausreichend oder angemessen. Die Lage des Knochens und der tragenden Gewebe bestimmt die Grenzen des Eingriffs. Bei mehreren Ursachen kann eine fachübergreifende Beurteilung notwendig sein.
Nach dem Eingriff sind Gewebeheilung und Kontrolle der Zahnfleischhöhe wichtig. Die Veränderung des Erscheinungsbilds hängt von Person und Methode ab. Behandlungsbedarf, mögliche Risiken und Alternativen werden gemeinsam besprochen; Vorher-Nachher-Fotos bedeuten nicht, dass eine andere Person dasselbe Ergebnis erzielt.
Vorher und nachher
01 / 01Gummy Smile: Patientenbeispiel. Behandlung und Ergebnisse sind individuell unterschiedlich. Die Ergebnisse chirurgischer oder interventioneller Maßnahmen variieren von Person zu Person. Lassen Sie sich vor einem Eingriff ausführlich von Ihrem Behandler beraten.